Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Hilgert seit 1952

 

Bis nach dem 2. Weltkrieg gab es in Hilgert nur eine Pflichtfeuerwehr. Alle Männer der Gemeinde waren per Gesetz verpflichtet, an Feuerwehrübungen teilzunehmen und bei Bränden und sonstigen Einsätzen sicham „Spritzenhaus“ zur Hilfeleistung einzufinden.

Durch die Ausrüstung der Feuerwehr mit einer Tragkraftspritze während des Krieges wurde eine spezielle Ausbildung der Feuerwehrmänner erforderlich, die auf Dauer in einer Pflichtfeuerwehr nicht gewährleistet war. Als sich nach dem Kriege die Verhältnisse wieder normalisierten, fasste man deshalb den Entschluss, in Hilgert eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Als besonderer Befürworter dieser Idee sei hier der damalige Bürgermeister Arnold Remy genannt.

Es war damals nicht leicht, die Idee einer Freiwilligen Feuerwehr zu verbreiten. Aber viele begriffen, dass eine Feuerwehr auf freiwilliger Basis zum Schutze der Hilgerter Bevölkerung nach dem Motto „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“, eine dringende Notwendigkeit sei.

So fand dann am 26.04.1952 in der Hilgerter Turnhalle die Gründungsversammlung unter Anwesenheit von Bürgermeister Arnold Remy und dem Kreisbrandinspekteur Jahn aus Selters, der die Versammlung leitete, statt.

Man fasste den Beschluss, eine „Freiwillige Feuerwehr Hilgert“ zu gründen.

 

Als Gründungsmitglieder waren anwesend:

 

Willi Berger                         

Lothar Hein

Ludwig Hein

Otto Hein

Alfred Huber

Paul Jung

Gerd Klein

Hans Lammersdorf

Gerhard Letschert

Erich Meyer

Günter Meurer

Walter Meurer

Egon Schmidt

Willi Schnug

Helmut Schumann

Kurt Schumann

Otto Strödter

Willi Zöller

 

Diese wählten folgenden Vorstand:

 

Wehrführer:                Otto Strödter

Schriftführer:               Gerhard Letschert

Kassierer:                   Lothar Hein

Gruppenführer:           Ludwig Hein

Zeugwart:                    Walter Meurer

 

Die Freiwillige Feuerwehr Hilgert verfügte bei der Gründung über folgendes Gerät:

 

1 Tragkraftspritze (TS-8/8)

1 Tragkraftspritzenanhänger (TSA)

1 Handdruckspritze

sowie Schlauchmaterial und Strahlrohre in den Größen B und C

 

Um die Ausbildung der Feuerwehrmänner zu verbessern, wurde die regelmäßige Durchführung von einer Übung pro Monat beschlossen.

Im Jahr 1953 trat Wehrführer Otto Strödter zurück und Gerhard Letschert wurde von den Mitgliedern zum neuen Wehrführer gewählt.

Beim Kreisfeuerwehrfest 1953 in Höhr-Grenzhausen konnte sich dann die Hilgerter Feuerwehr erstmals in ihren neuen schwarzen Uniformen der Öffentlichkeit präsentieren.

Als erste wichtige Anschaffung muss der Kauf einer neuen Tragkraftspritze (TS-8/8) im Jahre 1956 durch die Gemeinde bezeichnet werden. Diese wurde von Bürgermeister Willy Remy, einem großen Förderer der Feuerwehr, in einer kleinen Feierstunde der Freiwilligen Feuerwehr übergeben.

Der Transport dieser Tragkraftspritze mit der Hand bzw. mit einem Traktor stellte jedoch die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr massiv in Frage. Auf Wunsch der Feuerwehr-Angehörigen beschaffte deshalb die Gemeindeverwaltung Hilgert im Jahr 1959 einen VW-Kombiwagen als Feuerwehr-Auto, wodurch eine optimale Einsatz- und Leistungsbereitschaft erreicht und auch mehrmals unter Beweis gestellt wurde.

Im Jahr 1962 legte Gerhard Letschert sein Amt als Wehrführer nieder. Am 29. Mai 1962 wurde dann Raimund Schughart von den Mitgliedern zum neuen Wehrführer gewählt und vom Bürgermeister in dieses Amt bestellt.

Raimund Schughart erinnert sich an die finanzielle Situation der jungen Hilgerter Feuerwehr:

„Mit den Geldern war es auch damals schon nicht ums Beste bestellt: Wenn die Feuerwehr Ausrüstung brauchte, ging man zum Bürgermeister, und nach den damals geltenden Richtlinien wurde von der Gemeinde 1 D-Mark pro Einwohner und Jahr zur Verfügung gestellt. Das reichte dann gerade mal für ein paar neue Uniformen oder ein paar Schläuche.“

Dennoch: Beim Brand des Hilgerter Badehauses am Pfingstsonntag 1964 war es der Schnelligkeit der hiesigen Feuerwehr und den Kameraden aus Baumbach zu verdanken, dass das angrenzende Bürgermeisteramt nicht ein Raub der Flammen wurde.

Bemerkenswert hierzu ist auch, dass sich nach diesem Einsatz spontan 5 junge Männer als Mitglied in der Feuerwehr anmeldeten.

In den folgenden Jahren wurde die Ausrüstung ergänzt und verbessert. Nach Bildung der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen im Jahr 1972 ging es mit der Hilgerter Feuerwehr schlagartig aufwärts. Als erste Maßnahme ließ der damalige VG-Wehrleiter Edgar Barbanus eine elektrische Feuersirene in Hilgert installieren, welche schon kurze Zeit später von Handdruckmelder auf Funkfernsteuerung umgestellt wurde und somit die Alarmierungsmöglichkeiten der Feuerwehr enorm verbessert wurden.

Ebenso konnte die Feuerwehr zu dieser Zeit ein gebrauchtes Löschfahrzeug (LF 15-TS) von der Landesfeuerwehrschule Koblenz übernehmen, was eine ganz massive Optimierung der Schlagkraft für die Feuerwehr mit sich brachte.

Dieses Fahrzeug wurde am 25. Mai 1975 vom damaligen Verbandsbürgermeister Wendelin Knesen bei einer Gemeinschaftsübung der VG-Feuerwehren Höhr-Grenzhausen offiziell in Hilgert in Dienst gestellt.

Da aber dieses Fahrzeug nicht mehr im alten „Spritzenhaus“ unterzubringen war, entschloss man sich, für die Feuerwehr Hilgert, nunmehr in der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen „Wache III“ genannt, ein neues Gerätehaus zu bauen. Dieses Gerätehaus wurde in Eigenleistung von den Hilgerter Kameraden erstellt und anlässlich des 25-jährigen Gründungsfestes am 05. Juni 1977 von Bürgermeister Wendelin Knesen seiner Bestimmung übergeben.

Schon bei seinem Amtsantritt im Jahr 1962 äußerte Wehrführer Raimund Schughart einen großen Wunsch: Niemals sollte während seiner Zeit als Wehrführer ein Mensch durch einen Brand zu Tode kommen!

Dieser Wunsch wurde ihm leider nicht erfüllt: Noch während der Bauphase des neuen Gerätehauses im Oktober 1975 brannte die Keramikfabrik Gelhard an der Ecke Brunnenstr. / Hauptstraße trotz Großeinsatzes der Feuerwehren aus Hilgert und Höhr-Grenzhausen bis auf die Grundmauern nieder. Der Inhaber, Horst Gelhard, wurde ein Opfer der Flammen und konnte von den erschöpften Feuerwehrleuten nur noch tot geborgen werden.

Im Jahr 1977 erfolgte ein weiterer Schritt zur Verbesserung des Brandschutzes in Hilgert: Der Verein zur Förderung der Feuerwehr wurde gegründet. Die hierdurch entstandenen zusätzlichen finanziellen Mittel kommen bis heute in vollem Umfang dem Brandschutz- und Hilfeleistungswesen in Hilgert zugute.

Zwei weitere Höhepunkte folgten 1981:

Zum einen wurde die Sirenenalarmierung durch Anschaffung von ortsunabhängigen Funkmeldeempfängern ergänzt und zum zweiten das alte LF 15-TS durch ein gebrauchtes TLF 16/24 ersetzt, welches von der Wache I in Höhr-Grenzhausen übernommen wurde und aufgrund seines mitgeführten Wasservorrates von 2.400 Ltr. die Effizienz von Löschangriffen auf ein hohes und zeitgerechtes Niveau stellte.

Den nächsten Personalwechsel brachte dann das Jahr 1982 mit sich:

Am 02. April 1982 löste Axel Simonis den bis dahin kommissarisch als Stellv. Wehrführer tätigen Kameraden Kurt Berger ab.

Auch das alte TLF 16-24 kam nunmehr in die Jahre und wurde 1986 ausgemustert.

Mit dem Ersatz für dieses Fahrzeug wurde eine völlig neue Einsatzkonzeption eingeführt:

Am 24.01.1986 übergab Bürgermeister Wendelin Knesen der Hilgerter Feuerwehr

ein neues TLF 8/18 auf Unimog-Fahrgestell sowie ein zweites Fahrzeug, einen gebrauchten MTW-LP von der Wache I als Ergänzungsfahrzeug für Personal und Material.

Die Räder der Zeit standen aber auch bei den Menschen nicht still, welche die Geschicke der Feuerwehr bis dahin leiteten:

Am 14.03.1992 wurde Wehrführer Raimund Schughart aufgrund des Erreichens der gesetzlichen Altersgrenze von 60 Jahren aus dem aktiven Dienst verabschiedet und in die Alters- und Ehrenabteilung übernommen.

Sein Nachfolger wurde der bis dahin als sein Stellvertreter tätige Kamerad Axel Simonis, bereits seit dem Jahre 1986 in der Funktion als Stellv. Wehrleiter der VG-Feuerwehr und seit dem Jahr 1991 im Amt als Stellv. Kreisfeuerwehrinspekteur des Westerwaldkreises, und als Stellv. Wehrführer wurde Edgar Sellner vereidigt.

Auch das 1977 in Dienst gestellte Gerätehaus erfüllte nicht mehr die Anforderungen der Zeit:

Durch die neue Konstellation mit 2 Fahrzeugen, aber auch das schnelle Anwachsen mit jungem Personal wurde ein entsprechender Um- und Ergänzungsbau notwendig.

In vertrauensvoller und partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Wehrleiter Karl-Heinz Schmidt wurden die diesbezüglichen Planungen erstellt und umgesetzt.

Nach der Fertigstellung konnte am 22.08.1998 der neue und zweckmäßige Bau durch den Bürgermeister Jürgen Johannsen in Anwesenheit von Kreisfeuerwehrinspekteur Heinz Vietze und dem KFV-Vorsitzenden Willi Drescher seiner Bestimmung übergeben werden.

Mit Stolz und Dankbarkeit blickten die Kameraden am 30.09.1998 auf ihren Wehrführer Axel Simonis, der an diesem Tage mit dem Silbernen Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande vom Innenminister des Landes Rheinland-Pfalz für seine besonderen Verdienste um das Feuerwehrwesen ausgezeichnet wurde.

Bereits ein Jahr später hatte auch der im Jahre 1986 übergebene MTW-LP ausgedient:

Im Herbst 1999 wurde dem TLF 8/18 ein neuer VW-LT auf der Basis eines Einsatzleitfahrzeuges für den zusätzlichen Mannschafts- und Gerätetransport beigestellt und dient zusätzlich der Verbandsgemeinde auch als Fahrzeug für die Jugendfeuerwehr.

So schließt sich nun langsam der Kreis zum 50-jährigen Bestehen der Hilgerter Feuerwehr im Jahr 2002. Aber auch in diesem Jahr drehte sich nochmals das Personalkarussell in der Führungsspitze: Im März legte Edgar Sellner aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als Stellv. Wehrführer nieder und wurde in die Alters- und Ehrenabteilung der Feuerwehr übernommen. Seine Nachfolge trat der Kamerad Rainer Roenspies an.

Höhepunkt des Jahres 2002 waren die Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum am 22.06.02 in Form eines Feuerwehr-Erlebnis-Tages in und an der Hilgerter Pfeifenbäckerhalle. In Zusammenarbeit mit den Feuerwehren aus Höhr-Grenzhausen, Hillscheid und Hattert, unserer VG-Jugendfeuerwehr, dem Kreisfeuerwehrverband Westerwald, der Johanniter-Unfallhilfe und der Polizei fanden vielfältige Veranstaltungen und Präsentationen statt, die der interessierten Öffentlichkeit auf interaktive Weise einen umfassenden Einblick in den aktuellen Stand der Feuerwehr- und Sicherheitstechnik möglich machten.

Tiefe Betroffenheit löste am 14.07.2003 die Nachricht vom plötzlichen und unerwarteten Tode des ehemaligen Stellv. Wehrführers Edgar Sellner aus. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung fand die Beisetzung mit allen feuerwehrdienstlichen Ehrbekundungen statt.

Am 30.04.2004 wurde der Wehr eine weitere Ehre zuteil. Wehrführer Axel Simonis wurde vom Innenminister des Landes Rheinland-Pfalz mit dem Goldenen Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande für hervorragende Verdienste um das Feuerwehrwesen ausgezeichnet.

Axel Simonis hierzu wörtlich: „Mit Stolz und Dankbarkeit nehme ich diese Auszeichnung stellvertretend für alle Kameraden unserer Feuerwehr an. Ohne deren tatkräftige Mithilfe wäre mein Wirken erst gar nicht möglich gewesen.“

Mit Stolz blickte die Hilgerter Feuerwehr am 01.01.2005 auch auf ihren Kameraden Björn Steiner. Als erstem Mitglied der örtlichen Wehr war es ihm gelungen, unter mehr als 4.000 Bewerbern eine Stelle bei der Berufsfeuerwehr in Dortmund anzutreten. Nach erfolgreicher Ausbildung zum Brandmeister und Rettungsassistenten wurde er am 01.07.2006 bei der Feuerwehr Dortmund auf Lebenszeit als Beamter eingestellt. Seine dort gewonnenen Fachkenntnisse und praktischen Erfahrungen kommen auch der Hilgerter Feuerwehr und damit ebenfalls der Bevölkerung zugute.

Und wieder gab es einen Wechsel in der Führungsspitze: Bedingt durch seinen Wohnungswechsel nach Höhr-Grenzhausen stellte Rainer Roenspies sein Amt als Stellv. Wehrführer zum 31.12.2004 zur Verfügung. Als Nachfolger wählten die Hilgerter Feuerwehr- Angehörigen den Kameraden Claus Hattenbach, ausgebildeter Zug- und Gruppenführer und seit dem 01.03.1987 Mitglied des aktiven Einsatzdienstes. Seine Ernennung und Vereidigung fand in der Jahresversammlung am 19.03.2005 in der Hilgerter Pfeifenbäckerhalle statt.

Am 05.12.06 traf die Nachricht über ein weiteres und sehr trauriges Ereignis ein:

Raimund Schughart, seit 1955 aktives Mitglied der Hilgerter Wehr und in der Zeit von 1962 bis zum Erreichen seiner gesetzlichen Altersgrenze im Jahre 1992 Wehrführer der Einheit, danach Mitglied der Alters- und Ehrenabteilung als Ehrenwehrführer, Träger der Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber und Gold für langjährige treue Mitgliedschaft sowie des Silbernen Feuerwehr-Ehrenzeichens am Bande für besondere Verdienste, war nach 2-jähriger schwerer Krankheit, aber dennoch plötzlich und unerwartet verstorben. Unter großer Anteilnahme und Betroffenheit begleiteten ihn die Kameraden am 12.12.06 zu seiner letzten Ruhestätte und bereiteten ihm als letztes sichtbares Zeichen aufrichtiger Dankbarkeit ein würdiges und ehrenvolles Begräbnis.

Das Jahr 2012 läutete eine neue Ära im Feuerwehrwesen auf Bundesebene ein.

Auch hier wurde die Hilgerter Wehr stark tangiert. Die Bundesrepublik Deutschland führte nach über 10 Jahren währenden Verhandlungen für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben das digitale Kommunikationswesen ein. Alle Kameraden, die seit Jahrzehnten mit dem Analogfunk vertraut waren, mussten sich in vielfältigen Ausbildungsabschnitten der Schulung in der neuen Technik unterziehen und den Umgang mit den neuen Geräten erlernen.

Am 05.03.2012 kam die nächste Trauerbotschaft:

Herbert Bölts, in der Zeit vom 01.01.1956 bis 14.03.1992 aktives Mitglied und 1. Maschinist unserer Feuerwehr, danach Mitglied der Alters- und Ehrenabteilung, Träger der Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber und Gold für langjährige, pflichtgetreue Mitgliedschaft in der Feuerwehr erlag nur zwei Wochen vor seinem 80. Geburtstag plötzlich und unerwartet einem Herzstillstand. Auch ihn begleiteten die Kameraden in würdevollem Rahmen am 12.03.2012 zu seiner letzten Ruhestätte.

Ein positives Ereignis folgte nur vier Tage später: Am 16.03.2012 wurde unserer Wehr eine weitere Ehre auf Kreisebene zuteil. Wehrführer Axel Simonis wurde auf der Delegiertenversammlung des Kreisverbandes zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Westerwald gewählt.

 

 

Auszug (Schlusszitat) aus der Ansprache

des Wehrführers Axel Simonis zum 50-jährigen Jubiläum

 

„Sie sehen, meine Damen und Herren, vieles hat sich seit dem Bestehen der Hilgerter Feuerwehr sehr stark gewandelt: Die Risiken und Gefahren, welche die sich ständig wechselnde Technik in einem überaus rasanten Fortschritt mit sich bringt, aber auch die damit verbundenen gesellschaftlichen Veränderungen im globalen Bereich, sind während dieser Zeit unverhältnismäßig größer und vielfältiger geworden.

Eines aber hat sich in dieser Zeit nicht verändert:

Die Bereitschaft unserer Feuerwehrleute, sich auch diesen Anforderungen auf freiwilliger und ehrenamtlicher Basis zu stellen. Sie helfen mit, dass die Bürger und Bürgerinnen auch über die Grenzen unserer Gemeinde hinaus ruhig schlafen und sich im Ernstfall auf die schnelle und qualifizierte Hilfe ihrer Feuerwehr verlassen können.

Modernste Feuerwehrtechnik, bereitgestellt durch unsere Verbandsgemeinde, die sich dem hohen Sicherheitsbedürfnis unserer Bevölkerung auch in Zeiten des knappen und damit sehr teuren Geldes in vollem Umfang bewusst ist, in hohem Maße unterstützt durch den Förderverein unserer Feuerwehr, sowie eine kontinuierliche und kompetente Ausbildung in allen Fachbereichen auf höchstem Niveau lassen uns nahezu allen Gefahrenlagen nicht hilflos gegenüber stehen.

Die Hilgerter Feuerwehr stellt sich heute als ein junges und dynamisches Team dar, flexibel eingebunden in die aktuelle Brandschutzkonzeption unserer Verbandsgemeinde,

Hilgerter Feuerwehrleute können heute Fahrzeuge und Gerätschaften in Höhr-Grenzhausen und Hillscheid genauso bedienen wie umgekehrt.

Ebenso sind es Hilgerter Feuerwehrleute, die eingebunden in die Teileinheit der VG Höhr-Grenzhausen das Rückgrat des Gefahrstoffzuges des Westerwaldkreises bilden.

Mit Ehrfurcht und Respekt blicken wir zurück auf unsere Gründerväter, die sich der Tragweite ihrer damaligen Entscheidung sicherlich nicht in vollem Umfange bewusst sein konnten, heute aber mit Recht stolz sein können auf ihre Feuerwehr.

So möchte ich nun mit den Worten schließen:

„Nein, 50 Jahre Freiwillige Feuerwehr Hilgert bilden nicht den Schluss der Dinge, sondern zwar einen markanten Meilenstein, aber gleichzeitig damit auch wieder einen neuen Anfang!“

Den Anfang einer Zeit, die zwar immer schneller voranschreitet, von der aber auch wir heute nicht wissen, in welche Richtung sie sich bewegt und welche Ereignisse sie mit sich bringt.

Möge sich unsere Feuerwehr auch diesem Wandel in Zukunft stellen, möge sie Schritt halten mit dem Tempo der Veränderungen und den stetig wachsenden Anforderungen und möge sie auch in 25 Jahren noch so gut bestehen wie heute, damit unsere Nachfolger hoffentlich auch im Jahre 2027 beim 75-jährigen Bestehen so stolz auf uns sein können, wie wir das heute auf unsere Vorgänger sind;

immer treu und gemäß dem Wahlspruch: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!“

 

Im Jahr 2013 wurde in der Hilgerter Werhr erneut eine neue Ära eingeläutet. Aufgrund seiner Bestellung zum Kreisfeuerwehrinspekteur am 12.01.2013 legte Kamerad Axel Simonis sein Amt als Wehrführer in Hilgert, sowie als Stellv. Wehrleiter der Verbandsgemeinde nieder.

Im Rahmen der hierzu durchgeführten Neuwahlen wurde unser Kamerad

Claus Hattenbach von den Wehrführern der VG Höhr-Grenzhausen einstimmig zum Nachfolger gewählt und am 01.03.2013 von Bürgermeister Thilo Becker in sein neues Amt bestellt, ebenso wurde bei dieser Veranstaltung unser Kamerad Axel Simonis offiziell von seinen Ämtern als Wehrführer der Feuerwehr Hilgert und als Stellv. Wehrleiter der VG Höhr-Grenzhausen verabschiedet. Claus Hattenbach war nun nicht nur Stellv. Wehrleiter der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen, er übernahm auch die Wehrführung der Wache III Hilgert. Zur Seite stand ihm dabei in Hilgert der seit vielen Jahren engagierte Kamerad Peter Wortmann als Stellv. Wehrführer.

Doch auch diese personelle Konstellation sollte sich bald wieder verändern.

Der bisherige Wehrleiter Karl-Heinz Schmidt hat mit Erreichen seines 60. Lebensjahres am 02.04.2014 Antrag auf Entpflichtung aus dem aktiven Feuerwehrdienst und Übernahme in die Alters- und Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Höhr-Grenzhausen gestellt.

Am 22.11.2014 wurde er im Rahmen einer Feierstunde im Hotel Heinz als Wehrleiter verabschiedet. Im gleichen Zuge wurde unser Kamerad Claus Hattenbach zum neuen Wehrleiter der VG Höhr-Grenzhausen Bestellt.

Seine Nachfolge als Wehrführer der Örtlichen Feuerwehreinheit Hilgert trat der Kamerad Peter Wortmann an. Als neuer Stellv. Wehrführer wurde unser Kamerad Michael Titz am gleichen Abend Bestellt und Vereidigt. 

Am 12 Februar 2015 bat der bisherige Wehrführer der Feuerwehr Hilgert Peter Wortmann in einem Gespräch mit dem Wehrleiter der VG Höhr-Grenzhausen Claus Hattenbach und dem stellv. Wehrführer der Feuerwehr Hilgert Michael Titz aus persönlichen  Gründen auf Entpflichtung aus seinem Amt als Wehrführer der Feuerwehr Hilgert.

Daraufhin wurde am 21 April 2015 der bisherige stellv. Wehrführer Michael Titz als neuer Wehrführer und am 03 Juni 2015 der Kamerad Frank Sellner als neuer stellv. Wehrführer gewählt, bestellt und vereidigt. 

Das Jahr 2015 brachte der Feuerwehr Hilgert technisch einen großen Schritt nach vorne. Nach 29 Jahren wurde das TLF 8/18 ausgemustert und gegen ein neues Mittleres Löschfahrzeug auf MAN Fahrgestell und Ziegler Aufbau ausgetauscht. Das neue Fahrzeug mit dem Funkrufnamen "Florian Höhr-Grenzhausen 42" wurde am 12.03.2015 nach Hilgert überführt und am 26.09.2015 schließlich in feierlichem Rahmen von Verbandsgemeindebürgermeister Thilo Becker offiziell an die Feuerwehr Hilgert übergeben.

Desweiteres ging im Frühjahr 2015 der erste offizielle Internetauftritt  der Feuerwehr Hilgert online.

 

 

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